Ein Jahr KLAUS – Einblicke und Rückblicke

KLAUS blickt zurück auf das Schuljahr 2016/2017 in dem Gymnasium Sedanstraße (Wuppertal) und an der Alexander-Coppel-Gesamtschule (Solingen) – ein Jahr, das sich so lebendig und vielfältig gestaltete, dass es kaum möglich war und ist alles Geschehene und Gesehene abzubilden.

An zwei Schulen wurden neben zahlreichen Pausenaktionen und freien Projekten insgesamt 23 Klassenprojekte in Zusammenarbeit mit Lehrer_innen der Fächer Kunst, Darstellen und Gestalten, Religion, Deutsch, Philosophie und Sport entwickelt und meist über mehrere Wochen durchgeführt. Exemplarische Titel und Themen waren z. B. Fremd-Körper-Sprache, Kleider machen Leute, Zombie-Freedom, Kartographie der Stadt, Technik im Mittelalter. Unter Einsatz von Luftballons, Dachlatten, Werkbank, Stich-/Laub-/Gehrungssäge, Akkuschrauber, Dübeln, Nägeln, Zangen, Wasserpistolen, Farben, Spraydosen, Papier, Karton, Cutter, Leuchtkasten, Zeitungen, Tape, Goldfolie, „Müll“, Gefundenem, Smartphones, Computer und  Kameras entstanden zahlreiche Skulpturen, Performances, Trickfilme, Collagen, Schablonen, Videos, (Nach-) Vertonungen, Blind/Zeichnungen, Malereien, Stop-Motion- und Legetrickfilme, Videoportraits, Linolschnitte, Drucke, Illustrationen, Grafiken, Fotografien, Maschinen und vieles mehr an künstlerischen Produkten und Experimenten.

Das Labor diente in beiden Schulen als Begegnungsort und Möglichkeitsraum, in dem Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Künstlerinnen gemeinsam und individuell mithilfe künstlerischer Methoden und Strategien verhandelt, erprobt und geforscht haben, was Kunst kann – auch im Kontext fächerübergreifenden Lernens. Besonders interessant war für uns die Frage, wie ein Atelier in Schule eingebunden sein kann sowie ob und inwiefern nachhaltige Impulse on dort ausgehen können.

Dankbar und freudig blicken wir auf unzählige besondere Momente und wertvolle Erfahrungen zurück – und beschäftigen uns u.a. mit der Auswertung von Fragebögen, Interviews, Reflexionen etc., sowie der systematischen Aufbereitung dieses Erfahrungswissens. Im weiteren Verlauf des Projekts entstehen hieraus Praxismaterialien für verschiedene Akteure des schulischen Kontexts, die qualitätsvolle künstlerische Bildung an Schulen erleichtern und befördern sollen.

Mit dem Schuljahr 2016/17 endet nun die Laborphase im Programm Kunstlabore. Wir sind gespannt auf das kommende Schuljahr und die damit verbundene Erprobungsphase, auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Projekt-Partnern_innen und auf die vielen damit verbundenen Erfahrungen und Erkenntnisse.