Wer ist Klaus?

Der Name KLAUS steht für „Kunstlabor an und mit Schulen“. Das vielseitige Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird am Institut für Schulpädagogik und Lehrerbildung der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz durchgeführt. KLAUS ist Teil des Programms Kunstlabore der MUTIK gGmbH, gefördert durch die Stiftung Mercator.
Gute kulturelle Bildung in der Schule für alle Kinder und Jugendliche ─ das ist das Ziel des gesamten Programms Kunstlabore. In diesem Rahmen entwickeln fünf erfahrene Projektpartner aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik, Tanz und Theater Kulturangebote mit ausgewählten Schulen so weiter, dass andere Schulen von den Erfahrungen profitieren und selbst aktiv werden können. Das Projekt KLAUS läuft bis Ende 2018.

Ein Atelier in der Schule

Im Schuljahr 2016/2017, der Laborphase, werden an zwei Schulen, der Alexander-Coppel-Gesamtschule in Solingen und dem Gymnasium Sedanstraße in Wuppertal, Räume als Ateliers umgebaut und eingerichtet. Im Schuljahr 2017/2018 ist KLAUS an der Sekundarschule Ennepetal und der Gesamtschule Lohmar aktiv. Die Künstlerinnen Magdalena von Rudy, Sabrina Azizi, Theresa Herzog und Mona Kakanj arbeiten im Rahmen eines Artist-in-Residence-Programms vor Ort in einer gelebten Ateliersituation. Das Atelier ist regelmäßig für alle Schüler_innen und Lehrer_innen geöffnet. Alle sind eingeladen, sich durch die Arbeit der Künstlerinnen und die vorhandenen Materialien inspirieren und überraschen zu lassen sowie selbst aktiv zu werden. Darüber hinaus werde eine Vielzahl künstlerischer Projekte an und mit den Schulen in ganz unterschiedlichen Formaten durchgeführt: häufig arbeiten Künstler_innen, Schüler_innen und Lehrer_innen  im Rahmen des Unterrichtes zusammen aber auch die Pausen, Freistunden und die Zeit nach dem Unterricht werde von vielen Schüler_innen intensiv im Atelier genutzt, um eigene Ideen umzusetzen und Neues auszuprobieren.

Entwicklung und Erprobung der Materialien

Über diese praktische Auseinandersetzung mit künstlerischer Bildung in einem eigenen Atelier in der Schule, entstehen im Kunstlabor KLAUS digitale Materialien für qualitätsvolle kulturelle und künstlerische Bildungsangebote an Schulen– beispielsweise Tutorials, Inputs und Impulse anhand von Videos, Fotostrecken und Checklisten. Diese werden im Schuljahr 2017/2018, der Erprobungsphase, an weiteren Schulen eingesetzt und erprobt. Nach einer Auswertung der Erfahrungen werden die Materialien als Wegweiser und Inspiration kostenfrei online zur Verfügung gestellt. So soll nachhaltig gewährleistet werden, dass künstlerische Bildung in Kooperation von Lehrpersonen und Künstlern_innen allen Kindern und Jugendlichen in der Schule auf qualitativ hohem Niveau ermöglicht werden kann. Besonders wichtig ist hierbei, dass die Schulen diese Materialien im Regelbetrieb des Unterrichts- und Schulprogramms selbstständig anwenden können.

Wissenschaftliche Begleitung

Das „Kunstlabor an und mit Schulen“ wird über die Labor- und Transferphase hinweg wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Begleitung fragt nach der Qualität künstlerischer Bildung. Ziel ist es, Qualitätsaspekte für künstlerische Bildung in der Praxis zu erarbeiten, theoretisch und aus der Praxis heraus zu evaluieren und in der Materialentwicklung didaktisch aufbereitet praxisnah und verständlich verfügbar zu machen.

KLAUS?

Der Name KLAUS ist einerseits das Akronym für „Kunstlabor an und mit Schulen“ aber auch einer seiner etymologischen Ursprünge passt zum Konzept des Artist-in-Residence Programms in Schulen. Wikipedia sagt: Klaus (westjiddisch) bzw. klojs, klous (ostjiddisch), von Klause, Klausur; mittellat. clusa „abgeschlossener Raum“, ist ein von Gemeindemitgliedern gestiftetes Lehrhaus oder eine Schule, in der Juden ihre Tora- und Talmud-Studien betreiben können.